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 Gedichte

 

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Die Lange Jahreszeit

 


Die roten Blätter treiben im Wind,
Der leise flüstert sein Klagelied,
Einst blühte Mohn hier auf den Wiesen,
Ein brauner Schein bedeckt die Au’.
 
Nebel steigt auf aus seinem feuchten Bett,
Umhüllt die Welt in weißem Tuch,
Am Waldrand bricht sich ohne Jammern,
Sein Körper an des Holzes Haut.
 
Vergessen ist die Kraft des Frühlings,
Die brachte uns das neue Grün,
Dahin die Wärme auch des Sommers,
Alles erstrahlen ließ sie im hellen Glanz.
 
Die Bäume neigen alt ihr Haupte,
Die gülden Krone vom Kopf ihnen fällt,
Zerschmettert liegt in tausend Scherben,
Die einstige Pracht der Waldeswelt.
 
Ginsterstrauch, Holunderbeere
Blühen auf in rotem Schein,
Nicht Blüten sind es die sie tragen,
Sondern Beerenpracht fängt’s Auge ein.
 
Süß mir spielt der Wind die Verse,
Seines Lebens aus alten Zeiten vor,
Als Fuchs und Hase mit uns sprachen
Und Feen tanzten im Mondenschein.
 
Kinder kamen einst gelaufen,
Nüsse und Milch das brachten sie,
Der Dank waren Lieder und so mancher Reim,
Alt, doch immer wieder neu erzählt.

Doch Vergessen umhüllt so manchen Geist,
Lässt weichen Traum der Wirklichkeit.
Die Musik verstummt, der Kreistanz ist aus,
Das letzte Lied ist nun gespielt.

 

Eingeschickt von Florian (Madman)

 

 

 

 

TODES TANZ


Vor langer Zeit
Weit draußen im Tale der Erschöpfung
Trabt ein finst´rer Wanderer durch das einsame Land.
Sein Name ward uns nicht bekannt.
Doch seine Schritte, groß und mächtig,
Seine Glieder jedoch starr und schmächtig,
Zeugten von viel Tugend und Begierde.
Sein Leib ward entseelt als noch ein Kind er war,
Nur mehr sein Körper als eine Leiche seiner selbst war ihm noch geblieben.
Eisig kalt und schlotterndes Geripp
Quält sich das Wesen durch´s Gestrüpp.
Und siehe, die Stadt, sie naht,
Mit jedem Schritt er ihr schon näher trat...

Ferner,
An einem and´ren Ort,
Sehen beglückte Augen sie tanzen dort.
Ein Wenden und Drehen,
Die schlanken Beine, sie fliegen nach Ost und nach West.
Arme und Hände greifen nach Luft, den Sternen und dem Weltenrest.
Während sie sich recken und strecken und wenden und drehen...
Ein Lächeln, so jung,
So blass die feine Haut, so geschmeidig dunkles Haar und helle Augen,
So ward in ihr vereint Dunkelheit und Licht,
Als bemerkte man es nicht,
Doch es schien, es haben Tag und Nacht miteinander getanzt...

Ein Schritt auf´s Holz, ein Schritt in den Saal,
Kaum bemerkt haben ihn die andern Leut´.
Und doch - dem Tanze wehet entgegen der eisige Wind.
Es frieret im Saale bald jedes Kind.
Ein Blick auf´s Podest, ein Blick in ihre Augen,
Und es ward Nacht geworden.
Arme und Beine standen still,
Die Haare lagen wild.
Viel mehr noch sie jetzt schlafen will...

Doch eines wisse gut, mein Kind:
Er folgt dir immernoch geschwind.
Du streifst nun ab dein Taggewand und legst dich still zur Ruh´.
Aber plötzlich greifen Hände nach dir und packen dich im Nu.
"Wehre dich, mein Kind, wehre dich!"
Spricht´s im schönen Kopfe, an dem die Haare fliegen.
Doch so schwach wie sie war, so stark war sein Verlangen.
Er wird ihr schlendernd die zarten Hände und ängstlichen Augen verbinden
Und weder Mutter noch Vater noch Landsleute stark
Werden sie dann noch finden.
In Gedanken werden sie dich nur sehen - stumm liegend im schwarzen Sarg...

Doch auch er, der niemals hat geliebt,
Der niemals hat Leidenschaft gespürt,
Wird nun endlich erlöst sein von seiner Seele tiefer Verzweiflung.
Ein Mädchen, schön und graziös wie die Götter Bilder nur malten -
Es tief aus seinem Herzen schreit:
"Wie wahr, die Träume werden Wirklichkeit!"
Ein Mädchen muß tanzen Tag und auch Nacht,
Es schütze sie des Geistes Macht, das arme Kind.
Und trotzdem frieret sie fortwährend
Auch wenn von der Stirn schon der Schweiß herabrinnt...

Zara, Doloria, den 9.Mai 2003

 

 

 

 

 

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